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 Äppel-Hotline der IKF

 

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IMG 0149kPressemitteilungen der Kulturministerkonferenz und der Deutschen UNESCO-Kommission vom 9.3. sowie der IKF vom 14.3.2022

Die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld (IKF) freut sich über die Auszeichnung der handwerklichen Apfelweinkultur als immaterielles Kulturerbe der deutschen UNESCO Kommission. Die IKF ist eine der elf InitiatorInnen des Antrages auf Aufnahme in die Kulturerbeliste gewesen. Bereits im Juni 2019 ist der Kirdorfer Streuobstwiesenverein auf Vorschlag der Diplom-Biologin Barbara Völksen aus Friedrichsdorf der Initiativgruppe beigetreten.
Die IKF dankt Frau Völksen und allen anderen, die sich um die Auszeichnung in vielen Sitzungen, Besprechungen und mit zahlreichen Texten und Bildmaterial verdient gemacht haben. „Wir empfinden die Auszeichnung als großartige Bestätigung unserer ehrenamtlichen Arbeit im Kirdorfer Feld“, sagt der Vorsitzende der IKF, Fred Biedenkapp. „Diese Freude ist um so größer, als bereits vor einem Jahr der Streuobstwiesenanbau in Deutschland in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden war.“ Denn in beiden Bereichen sind die über 400 Mitglieder der IKF aktiv. „Unsere Arbeit für das Kirdorfer Feld in den letzten 15 Jahren seit unserer Gründung hat nachhaltige Auswirkungen auf den Fortbestand der Streuobstwiesen und ist bereits im März 2021 überregional geehrt worden“, fügt Biedenkapps Stellvertreter im Vorstand Michael Korwisi hinzu. “Nun also auch die handwerkliche Apfelweinkultur – d.h. die Herstellung des Apfelweins vom Baum bis ins Gerippte.“


Die handwerkliche Apfelweinkultur verbindet Fertigkeiten zur Bewirtschaftung von Streuobstwiesen mit dem Wissen und Können der Apfelweinherstellung und dazugehörigen Bräuchen. Die Apfelweinkultur ist beim UNESCO-Komitee im Bereich „gesellschaftliche Bräuche, (jahreszeitliche) Feste und Rituale, Wissen und Bräuche in Bezug auf die Natur und das Universum sowie traditionelle Handwerkstechniken“ gelistet.
„Wir wünschen uns, dass durch die Aufnahme sowohl der Apfelweinkultur wie auch der Streuobstwiesen in die Liste des immateriellen Kulturgutes unser ehrenamtliches Engagement und das vieler anderer Verein und Initiativen weiterhin und am besten noch intensiver öffentlich gefördert wird“, sagt der IKF-Vorsitzende.


IMG 0149kIm Laufe der Zeit haben sich landschaftsprägende Steuobstbestände und eine identitätsprägende Kultur entwickelt. Die handwerkliche Apfelweinkultur betreiben häufig Familien, Vereine und Keltergemeinschaften, die ihr eigenes Obst anbauen und keltern. Traditionell werden das Wissen und Können um die Herstellung des Apfelweins innerhalb der Familien und Vereine über Generationen hinweg weitergegeben. Darüber hinaus existieren viele Straußenwirtschaften und Kleinkeltereien, die ihre eigenen geschmacklichen Traditionen und Aromen entwickelt haben.
Ein wichtiger Teil der handwerklichen Apfelweinkultur ist für viele Menschen das Gemeinschaftserlebnis. Menschen pflegen gemeinsam die Obstbaumbestände, keltern und feiern Apfelweinfeste wie die IKF etwa das Kelterfest jährlich im September. Die Weitergabe der Apfelweinkultur wird maßgeblich unterstützt von Vereinen, Verbänden und Streuobstinitiativen. Diese bieten insbesondere Schulungen und Fortbildungen an, bei denen die Fertigkeiten um Obstbaumpflege und Sortenerhalt vertieft werden.
„Deutschland ist geprägt von einer reichen Kulturlandschaft. Ihre Heterogenität zeigt sich im bundesweiten Verzeichnis, das die unterschiedlichen Facetten kultureller Ausdrucksformen abbildet. „Allen Einträgen ist gemein, dass sie eine bedeutende Rolle für die Lebendigkeit und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft spielen“, betont die Vorsitzende der Kulturministerkonferenz.
„Wenn wir unser Wissen und Können miteinander teilen, stiften wir Gemeinschaft“, unterstreicht Christoph Wulf, Vorsitzender des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe in Deutschland und Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. „Das Immaterielle Kulturerbe ist gelebter Dialog. Es bringt Menschen zusammen, die ein gemeinsames Ziel verfolgen, ist von Traditionen geprägt, aber dennoch im Wandel. Unser kulturelles Erbe entfaltet seine größte Kraft dort, wo es im Austausch mit der Gesellschaft steht, wenn Erfahrungen und kulturelle Praktiken nicht nur bewahrt, sondern fortgeschrieben werden.“
Hintergrund
Zum immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Bis heute sind 180 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland gehört dem Vertrag seit 2013 an.
Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes mit 131 Eintragungen zeigt exemplarisch, welche lebendigen kulturellen Traditionen und Ausdrucksformen in Deutschland praktiziert und weitergegeben werden. Das nationale Register würdigt kreative, inklusive und innovative Kulturformen, die von der Zivilgesellschaft beim Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission vorgeschlagen wurden. Über Aufnahmen in das Verzeichnis wird in einem mehrstufigen Verfahren entschieden.


Streuobstanbau bereits seit einem Jahr immaterielles Kulturerbe

aus einer Pressemitteilung der Kulturministerkonferenz und der Deutschen UNESCO-Kommission vom 19.3.2021

Bereits seit dem 19. März 2021 gehört der Streuobstanbau zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland. „Der Reichtum Deutschlands spiegelt sich in seiner beeindruckenden Kulturlandschaft wider. Die vor einem Jahr vorgenommene Auszeichnung macht diese thematische und geografische Vielfalt einmal mehr sichtbar und ist durch ihre Verbindung von gelebter Tradition und Zukunftsorientierung Vorbild“, betont der damalige Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und Berliner Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer.
„Kultur Tag für Tag zu leben, ist für unsere Gesellschaft ungemein wichtig“, unterstreicht Prof. Dr. Christoph Wulf, Vorsitzender des Expertenkomitees Immaterielles Kulturerbe in Deutschland und Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. „Das wird uns in der Pandemie besonders bewusst. Wenn wir gemeinsam Traditionen pflegen, Wissen weitergeben und neue Wege finden, uns auszudrücken, entwickelt sich Zusammenhalt. Wenn wir miteinander singen, tanzen und feiern, entsteht Gemeinschaft. Deshalb brauchen wir das Immaterielle Kulturerbe. Es bringt höchst unterschiedliche Menschen zusammen.“


Weitere Informationen: https://www.unesco.de/kultur-und-natur/immaterielles-kulturerbe/immaterielles-kulturerbe-deutschland/fuenf-neueintraege

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